Pfarrkirche in Lengdorf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aussenansicht Nordseite

 

 

 

 

 

 

 

 

Aussenansicht Südseite

 

 

 

 

 

 

 

 

Aussenansicht Eingang Süd

 

 

 

 

 

 

 

 

Innenansicht

 

 

 

 

 

 

 

 

Obere Sakristei

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ambo

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Altar

Bauherr

Erzbischöfliches Ordinariat München

 

Bauzeit

2012-2016

 

Objektbeschreibung

 

Die Pfarrkirche St. Petrus ist in ihrem Ursprung spätgotisch und wurde über einem älteren Vorläufergebäude errichtet. Reste der ziegelsichtigen Aussenfassade sind im Bereich der oberen Sakristei noch zu erkennen. Im 18. Jhd. wurde sie einer umfassenden Barockisierung unterzogen. 1920 erhielt sie einen Anbau nach Westen und einen neuen Turm auf der Nordseite. Durch die Setzung des Turmes kam es sehr bald zu Schäden am Kirchengebäude, die bereits 1955 Gegenstand einer umfassenden Renovierung waren.

Mit dem Auftreten neuer Risse wurde 2008 mit den Vorbereitungen für eine Gesamtinstandsetzung begonnen.

Ziel war die statische Sicherung des Gebäudes und eine eher konservatorische Behandlung des Kircheninnenraumes.

Im Verlauf der Maßnahme wurde jedoch deutlich, dass der Kirchenraum eine liturgische Neugestaltung verlangte um sich wieder auf den Altar als den Ort der Eucharistie ausrichten zu können.

 

 

1. Bauabschnitt: Statische Sicherung 

 

Durch die Nei­gung des Tur­mes be­reits kurz nach Er­stel­lung war auch das Mau­er­werk des Cho­res wie das Dach­trag­werk in Mit­lei­den­schaft ge­zo­gen wor­den. Es bildeten sich größere Risse im Mauerwerk,Verbindungen im Bereich der Mauerlatte öffneten sich. Ziel der Maß­nah­men im 1. Bau­ab­schnitt war die sta­ti­sche Si­che­rung des Ge­bäu­des und die Re­no­vie­rung der Aus­sen­haut.

 

2. Bausabschnitt: Innenrenovierung

 

Die In­nen­re­no­vie­rung sah in erster Linie eine Reinigung und Konservierung der Raumschale vor.

Ausserdem stand dringend die Erneuerung der Warmluftheizung an. Hier war das Ziel durch eine verbesserte Steuerungstechnik mit Hilfe gezielter Zufuhr von Aussenluft das Raumklima zu stabilisieren.

 

3. Bauabschnitt: Aussenanlagen

 

Im Be­reich der Aus­sen­an­la­gen soll­te pri­mär die Ver­kehrs­si­cher­heit wie­der her­ge­stellt und Schä­den an der Fried­ hofs­mau­er aus­ge­bes­sert wer­den. Der Grundcharakter eines “grünen” Friedhofes inmitten des Ortes sollte gewahrt bleiben. Die Pflasterflächen sollten einladender gestaltet und in den Bereichen vor dem Haupteingang auf der Südseite und am Kriegerdenkmal etwas aufgeweitet werden. Die Wasserstellen sollten ein ansprechenderes Aussehen erhalten.

Zudem sollten Wasser- und Elektroleitungen erneuert und in den Bereich der befestigten Flächen verlegt werden.

 

4. Bauabschnitt: Liturgische Neuordnung

 

Der Chor­raum er­fuhr eine li­tur­gi­sche Neu­ge­stal­tung. Die ur­sprüng­li­che Si­tua­ti­on war für die Pfar­rei un­be­frie­di­ gend. Die Sicht­ach­se des Mit­tel­gan­ges im Ge­stühl en­det im seit­li­chen Be­reich des Hochal­ta­res. Es wur­de ver­ sucht die­ses durch das Auf­stel­len ei­nes Kru­zi­fi­xes als End­punkt der Ach­se auszu­glei­chen. Zu­dem be­steht eine räum­li­che Un­wucht durch zwei, im Sü­den an­ge­bau­te, Sei­ten­schif­fe.

 

Das Künst­ler­duo "Emp­fangs­hal­le" ent­wic­kel­te vor Ort ei­nen neu­en An­satz un­ab­hän­gig von Achs­be­zie­hun­gen. Die amor­phe Form des neuen Altares, ge­bil­det aus drei sich ver­schnei­den­den, leicht ko­nisch nach un­ten zu­lau­fen­den Ke­gel­stümp­fen, bie­tet kei­ner­lei Sym­me­trie­ach­se. Der Kör­per ist von na­he­zu al­len Or­ten in­ner­halb des Kir­chen­ rau­mes zu se­hen und wirkt al­lein durch sei­ne kon­zentrier­te Mas­se als Mit­tel­punkt des Chor­rau­mes. Da­mit wird der vi­su­el­le Schwer­punkt auf den zen­tralen Ort des Volksal­ta­res ge­setzt.

 

Als Ma­te­ri­al für Al­tar und Ambo wur­de strah­lend weis­ser Laa­ser Mar­mor ge­wählt. Die pla­ne Ober­flä­che wur­de fein ge­schlif­fen. Die Sei­ten er­hiel­ten eine Rif­fe­lung, die die leicht ko­ni­sche Form be­tont und die kri­stal­li­ne Struk­tur des Stei­nes zur Gel­tung bringt.

 

Der Ambo ist als Pen­dant zum Al­tar eben­falls ein leicht ge­neig­ter Ke­gel­stumpf, wel­cher sich ge­gen­läu­fig nach oben ver­jüngt. Die Buchablage wur­de fi­li­gran als Rah­men aus Bron­ze aus­ge­bil­det, der an ei­nem Vier­kantstab vor der Mar­mor­säu­le be­fe­stigt ist. Als Fül­lung des Rah­mens zeigt sich das Mo­tiv der drei, sich ver­schnei­den­den Krei­se, die den Grund­riss des Al­ta­res bil­den.

 

Ne­ben Al­tar und Ambo wur­den auch die Se­di­li­en neu ge­stal­tet. Sie sind zu­rück­hal­tend aus un­be­handel­ter Ei­che ge­fer­tigt, die sich in ih­rer Far­big­keit über die Jah­re an das vor­han­de­ne Chor­ge­stühl anpasst. Die klare Form zeigt eine Sitz­flä­che mit vier, leicht ko­nisch zu­lau­fen­den, vier­ec­ki­gen Bei­nen. Ein­zi­ger Schmuck ist die hand­werk­li­che Eck­ver­bin­dung mit aus­sen sicht­ba­ren Fremd­zap­fen, so­wie kur­ze Manschetten aus Mes­sing an den Stuhl­fü­ßen. Die Ver­wen­dung des Ma­te­ri­als Mes­sing schafft be­wusst eine Ver­bin­dung zu den Mes­sing­be­schlä­gen der neu­en Sa­kri­steimö­bel und zi­tiert die Ver­gol­dun­gen der Raum­scha­le.

 

Vervollständigt wird die Neu­ge­stal­tung durch klei­ne Re­ga­le für Ge­sang­bü­cher und Schrift­tum, Staf­fe­lei­en an­stel­le der über­gro­ßen Stell­wän­de und eine neue Ker­zen­bank vor dem Ta­ber­na­kel.

 

 

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